Ortsvorsteher Patriz Ilg in Gödre, Ungarn

Offizieller Besuch zur Einweihung der neu renovierten Friedhofskapelle

Als gegen Ende des Zweiten Weltkrieges die unmenschliche Vertreibung von Millionen von Menschen aus ihrer Heimat im Osten Europas einsetzte und diese um ihres Besitzes und ihrer Heimat beraubt wurden, kamen im Sommer 1946 viele Menschen aus Gödre/Ungarn und Umgebung nach Baden-Württemberg in den Altkreis Aalen, dem heutigen Ostalbkreis.

Die Neuankömmlinge wurden auf verschiedene Gemeinden verteilt und fanden somit ein Zuhause so auch in Hofen. Ein so einschneidendes Ereignis der deutsch-ungarischen Geschichte sollte nicht vergessen werden. Aus diesem Grund und als Zeichen der Verbundenheit zu unseren ungarischen Freunden wurde in Gödre auf Initiative des ehemaligen Bürgermeisters, Istvan Végh, Schuldirektor Gábor Gelencsér, dem ehemaligen Ortsvorsteher aus Hofen, Karl-Heinz Stäbler und dem aus Gödre stammenden Michael Hirth 2003/2004 ein Freundschaftsvertrag beider Gemeinden geschlossen.
Dieser Freundschaftsvertrag bedeutet aufeinander zugehen zu können, Toleranz und das friedliche Neben- und Miteinander pflegen.

Auf Einladung der Partnergemeinde Gödre, anlässlich der Renovierung der Friedhofskapelle Siskovics Kápolna, fuhr Ortsvorsteher Patriz Ilg mit einer kleinen Delegation nach Gödre. Um die geschichtlichen Hintergründe für die nachfolgenden Generationen zu dokumentieren, wurde eine Zeitkapsel in der Friedhofskapelle eingemauert. Im Anschluss an eine feierliche Messe folgte ein Umzug der Gemeinde zur Kapelle, wo die Versiegelung stattfand. Das Bild zeigt Pfarrer J. Rostas, Pfarrer J. Darnai, Bürgermeister Gábor Gelencsér jun. und Ortsvorsteher Patriz Ilg (von links nach rechts)

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